Riester-Rentenversicherung

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Riesterförderung

Die Riester Rente ist gerade wegen der Zulagen für die meisten Sparer interessant.
Wer tatsächlich gefördert wird, wie die Förderung genau aussieht und wann es die Riesterförderung gibt? Wir klären alle Fragen zur Riesterförderung.

Wie viel Förderung gibt es genau und wer bekommt die Riesterzulagen?

Wie nun die Förderung der Riesterverträge an sich erfolgt, wird im Folgenden aufgeführt: nach aktuellen Maßstäben bestehen die Einzahlungsbeträge zum Riestervertrag zum einen aus den Beträgen des Vertragsinhabers (sprich: des Riester-Sparers) sowie andererseits aus den Zulagen, die von staatlicher Seite her gewährt werden. Im Jahr 2013 liegt die Höhe der Grundzulage bei einer Summe von 154 Euro.

Eltern profitieren in diesem Zusammenhang übrigens gleich mehrfach, denn für jedes ihrer Kinder, für das ein gesetzliches Anrecht auf den Erhalt von Kindergeld besteht, können sie vom Staat zusätzlich 185 Euro erhalten – Jahr für Jahr! In diesem Zusammenhang ist von der so genannten Kinderförderung die Rede. Versicherungsnehmer erhalten diese Kinderförderung für denselben Zeitraum, für den auch das Kindergeld gezahlt wird. Erreicht das Kind dementsprechend das 25. Lebensjahr und befindet es sich bis dahin in einer Ausbildung, so erlischt der Anspruch der Eltern auf diese Leistungen des Riester-Vertrages.

Ein weiterer, damit verbundener Bonus: wurde ein Kind erst nach dem 31. Dezember 2007 geboren, so erhöht sich der Betrag von 185 Euro auf 300 Euro. Jedoch gilt es auch hierbei, gewisse Grundvoraussetzungen zu beachten. So darf beispielsweise der Mindesteigenbetrag, welcher vom förderberechtigten Versicherungsnehmer geleistet werden muss, nicht unterschritten werden (sprich: 4 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens des jeweiligen Vorjahres, also höchstens 2.100 Euro).

Tipp: Ehepartner, welche jeweils einen gesonderten Riester-Vertrag abschließen, dürfen mit dem Erhalt der zweifachen Grundzulage rechnen! Dementsprechend ist es in dieser Hinsicht sogar möglich, zwei Förderungen zu beziehen, auch wenn nur ein Verdiener im Haushalt lebt.

Wieviel erhalten Sie vom Staat?

Nach dem Altersvermögensgesetz haben Sie Anspruch auf folgende Förderungen.
Jahr seit 2008
Riester Grundzulage 154,- EUR
Zulage bei Ehepaaren (einzelne Verträge) 308,- EUR
Kinderzulage je Kind 185,- EUR
jährlicher Gesamtbeitrag max. 4%
jährlicher Riester Höchstbeitrag 2.100,- EUR

Rechenbeispiel einer Riester Förderung:

Verheirateter Arbeitnehmer, sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen 30.000,- EUR,
Ehefrau ist Hausfrau und zwei Kinder.
4% von 30.000,- EUR sind also 1.200,- EUR Gesamtbeitrag,
dieser setzt sich aus der Eigenleistung und den Zulagen wie folgt:

2 x 154,- EUR = 308,- EUR für Sie und Ihn
2 x 185,- EUR = 370,- EUR für die beiden Kinder.

678,- EUR Gesamtzulage im Jahr
522,- EUR Eigenleistung im Jahr
1.200,- EUR Gesamtbeitrag im Riestervertrag.

Die tatsächliche Eigenleistung liegt also bei nur 522,- EUR im Jahr, weniger als die Hälfte des tatsächlichen Sparbeitrages. Somit liegt die Riesterförderung weit über 50%.

Wer von den attraktiven Zulagen und den staatlichen Förderungen, welche die Riester-Rente mit sich bringt, in vollem Umfang profitieren möchte, kann sich entweder bei allen Banken und Sparkassen und bei entsprechend kompetenten Finanzexperten beraten lassen oder bequem und unkompliziert über unser Vergleichsformular anfragen und unabhängig, zahlreiche Riester Produkte vergleichen.

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Auf welche Weise individuell am besten von den Vorteilen der Riester-Rente und den Förderungen profitiert werden kann, wird im Gespräch mit Riester Experten in klarer und detaillierter Form erklärt. Schließlich soll das angelegte Kapital sinnvoll, gewinnbringend und möglichst vorausschauend eingesetzt werden.

Eines ist sicher: die Riester-Rente bietet neben den damit verbundenen steuerlichen Vorteilen (auf die im Folgenden noch näher eingegangen wird) auch bei einem möglichen finanziellen Engpass entscheidende Vorteile für die Versicherten. Insbesondere im Falle einer bestehenden Arbeitslosigkeit des Versicherungsnehmers dürfen die bislang geförderten Beiträge nicht gepfändet oder gar als Vermögen angerechnet werden. Letzteres gilt gerade auch bei einem Leistungsbezug von ALGII) Das heißt, dass selbst in einer solchen Situation kein Anrecht des Staates auf das Ersparte auf dem Riester-Rentenkonto besteht.

Ein weiteres, überaus einschneidendes Ereignis innerhalb einer privaten bzw. familiären Situation ist eine Scheidung vom Ehepartner. Entschließt sich nach einer Scheidung beispielsweise die Ehefrau (sofern sie zuvor nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt war) dazu, eine nicht versicherungspflichtige Tätigkeit in Form eines Minijobs auszuüben, so hat sie die Möglichkeit, auf ihre Versicherungsfreiheit verzichten. In diesem Fall hätte sie dasselbe Anrecht auf den Erhalt der staatlichen Zulagen aus dem bestehenden Riester-Rentenvertrag bzw. zum Sonderausgabenabzug, wie es auch während des Bestehens ihrer Ehe der Fall war, als sie noch durch den Ehegatten zulageberechtigt war.

Für wen gilt die Riesterförderung?

In Bezug auf die staatliche Riester-Förderung werden einerseits so genannte „zulageberechtigte“ Personen sowie andererseits der „nicht zulageberechtigte“ Personenkreis unterschieden. Denn nicht jeder Mensch ist grundsätzlich berechtigt, die Zulagen, welche vom Staat gewährt werden, auch (in vollem Umfang) in Anspruch nehmen zu können. Welche Personen nun im Einzelnen berechtigt sind, in den Genuss der staatlichen Förderungen zu kommen, wird im Folgenden eingehender erläutert.

Zulageberechtigt sind:

  • All‘ die Arbeitnehmer, welche eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben

  • Eltern, die ein (oder mehrere) im Haushalt lebende(s) Kind(er) erziehen: ein Anspruch der Erziehungsberechtigten auf eine Förderung besteht jedoch lediglich während der ersten drei Jahre nach der Geburt des Kindes

  • Selbständige, die in einer Künstlersozialkasse versichert sind

  • Personen, die Krankengeld beziehen

  • Personen, die Vorruhestandsgeld beziehen, die allerdings zuvor eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt haben

  • Empfänger von Arbeitslosengeld bzw. vom ALG II (§ 3 Satz 1 Nr. 3a des SGB VI)

  • Zivil- und Wehrdienstleistende

  • Beamte, bzw. Amtsträger

  • Personen, welche keine erwerbsmäßige Tätigkeit ausüben (z. B. aufgrund der Pflege der nahe stehenden Anverwandten im betreffenden Haushalt)

  • gesetzlich Angetraute sämtlicher zulageberechtigter Personen

  • dienstunfähige sowie erwerbsgeminderte Personen

Nicht zulageberechtigt sind:

  • selbständig tätige Personen, die nicht sozialversicherungspflichtig sind

  • Beschäftigte, die auf geringfügiger Basis tätig sind und den Arbeitgeberbeitrag für die gesetzliche Rentenversicherung nicht mit eigenen Mitteln „auffüllen“

  • Nicht sozialversicherungspflichtige Studenten

  • Rentner, die sich aus Altersgründen im Ruhestand befinden

Hier erläutern wir die förderberechtigten Personenkreise, unmittelbar und mittelbar Förderberechtigte sowie die nicht förderberechtigten Personen ausführlich. Weiterlesen...

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Ein Tipp für diejenigen, die dem vorgenannten nicht zulagenberechtigtem Personenkreis entsprechen: nicht zulageberechtigte Personen haben seit dem Jahr 2005 die Möglichkeit, die so genannte Rürup-Rente als Altersvorsorge zu nutzen. In diesem Zusammenhang können selbst schon in der Ansparphase zum Teil attraktive, staatliche Förderungen in Form steuerlicher Vorteile erzielt werden. Da sich mit der Rürup Rente Beiträge bis zu 20.000.- im Jahr steuerlich ansetzen lassen.