So früh wie möglich anfangen – der Leitsatz gilt auch für Riester-Verträge

Geschrieben von am 19. Februar 2015

Die Finanzmärkte sehen derzeit nicht gut aus, das bekommt natürlich auch die Versicherungsbranche zu spüren und auch die Altersvorsorge bleibt von solchen Entwicklungen natürlich nicht unberührt. Im Moment sieht es so aus, als dass gerade ältere Menschen bald damit rechnen können, keinen neuen Riester Vertrag mehr zu bekommen. So ist es Fakt, dass viele Versicherer das Maximalalter bereits auf 52 Jahre gesenkt haben. Cosmos Direkt und Ergo haben das Höchstalter bereits auf 50 Jahre herunter gesetzt.

Zinsen sind träge

Gut zu wissen ist es, dass der Riestersparer einen Anspruch darauf hat, dass mit dem Beginn der Rentenzahlungen mindestens die Summe der eingezahlten Beträge vorhanden sein muss. Das ergibt zwangsläufig folgendes: „Mit einem Höchstrechnungszins von 1,25 Prozent muss ein branchenüblicher Vertrag mindestens 20 Jahre laufen, damit der Versicherer die hohen Kosten der Police durch die Garantieverzinsung kompensiert hat.“ Das sagt Axel Kleinlein, Vorsitzender vom Bund der Versicherten. Weiterhin gibt er zu bedenken: „Jener Garantiezins bezieht sich auf den Sparanteil, also Einzahlungen abzüglich Kosten. Die wirkliche Verzinsung ist zunächst jedoch aufgrund der hohen Abschlusskosten negativ. Es braucht also eine gewisse Laufzeit.“ Und diese Berechnungen lassen Kleinlein befürchten, dass es bald soweit kommen könnte, dass man mit Mitte 40 keinen neuen Vertrag mehr bekommt.

So früh wie möglich mit dem Riestern beginnen

Nichtsdestotrotz ist ein Riestervertrag eine durchaus lohnende Sache. Es empfiehlt sich aber unbedingt, ganz früh damit anzufangen. Gerade die staatliche Förderung macht am Ende viel aus, es gibt als Riesterförderung:

    • Grundzulage von 154 Euro im Jahr
    • 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder
    • Für davor geborene Kinder gibt es 185 Euro

      Eine Hochrechnung ergibt:

      • 6.900 Euro vom Staat für ein Kind, für das 23 Jahre die Zulage gezahlt wird
      • bei zwei Kindern sind das 13.800 Euro
      • dazu die eigenen Zulagen

        Möchte man die komplette Förderung haben, dann muss man vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens in den Vertrag einzahlen bis zu einer Höchstgrenze von 2.100 Euro. In diese Summe werden aber wiederum die Zulagen mit einberechnet.

        Kategorie / Thema: Allgemein, Nachrichten, Riester Rente
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